30.03.2026
Pfister: „FPÖ-Antrag im Landtag entlarvt deren völlige Ahnungslosigkeit“
Offenbarungseid beim Lehrlingsschutz; ÖVP und NEOS machen skurrilerweise mit
Ein FPÖ-Antrag im NÖ Landtag zur „Modernisierung des Jugendarbeitsrechts“ zeigt einmal mehr, dass die Freiheitlichen entweder keine Ahnung haben, wovon sie reden, oder bewusst die Tatsachen verdrehen.
„Der Antrag ist handwerklich schwach und inhaltlich schlicht falsch. Die FPÖ fordert Dinge, die es längst gibt oder die sie selbst nicht versteht“,
stellt SPÖ-Lehrlingssprecher LAbg. Rene Pfister, Betriebsratsvorsitzender und davor Leiter der Lehrlingsausbildung bei den Austrian Airlines, klar. Denn schon heute erlaubt das Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz flexible Modelle, etwa eine Ausdehnung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu neun Stunden oder Mehrarbeit für über 16-Jährige in klar geregeltem Ausmaß.
„Wer so tut, als wäre das System völlig unflexibel, führt die Menschen bewusst in die Irre“,
so Pfister weiter, der zudem darauf verweist, dass zentrale Fragen der Berufsausbildung auf Bundesebene geregelt sind und aktuell ohnehin umfassend verhandelt werden:
„Während auf Bundesebene an einem Lehrberufsnovellierungspaket gearbeitet wird, bringt die FPÖ in Niederösterreich einen Antrag ein, der nicht einmal die Zuständigkeiten korrekt berücksichtigt.“
Besonders kritisch sieht Pfister die politische Linie dahinter:
„Die gleiche FPÖ, die den 12-Stunden-Tag bejubelt hat, will sich jetzt als Schutzpatron der Jugendlichen inszenieren. Das geht sich nicht aus.“
Gerade die duale Ausbildung sei ein Erfolgsmodell, auf das Österreich stolz sein könne, so Pfister:
„Unsere Lehrlinge werden international geschätzt, unser Ausbildungssystem gilt weltweit als Vorbild. Wenn es in diesem Bereich weitere Verbesserungen braucht, dann nur gemeinsam mit Sozialpartnern und Experten – und nicht durch unausgereifte Anträge.“
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