15.06.2026
Spenger zu Klinikbau in Wiener Neustadt: „Versprochen, verschoben, verteuert“
Das neue Klinikum Wiener Neustadt hätte laut den Ankündigungen von Pröll und Sobotka 2015 oder 2016 fertig sein sollen – über 10 Jahre später soll mit dem Neubau begonnen werden
„Ich nehme die neuerliche Ankündigung von ÖVP-Landesrat Anton Kasser für einen Baubeginn für das Universitätsklinikum Wiener Neustadt zur Kenntnis. Nach mittlerweile fast zwei Jahrzehnten an Versprechen, Verschiebungen und Kostenexplosionen bleibt allerdings eine Frage offen: Warum sollte die Bevölkerung ausgerechnet jetzt glauben, dass dieser Zeitplan hält?“,
fragt SPÖ-LAbg. Mag. Dr. Rainer Spenger, Vizebürgermeister von Wiener Neustadt. Denn bereits 2008 haben Erwin Pröll und Wolfgang Sobotka den Neubau des Klinikums präsentiert und damals eine Umsetzung innerhalb von sieben bis acht Jahren versprochen.
„Das neue Krankenhaus hätte also längst fertig sein sollen. Stattdessen diskutieren wir 18 Jahre später noch immer über UVP-Verfahren und Baustarts“,
kann Spenger nur den Kopf schütteln. Besonders bemerkenswert sei, dass die Kosten inzwischen von ursprünglich 400 Millionen Euro auf knapp 1,5 Milliarden Euro angewachsen seien, so Spenger weiter:
„Verlässlich waren im Gegensatz zu den ÖVP-Granden in diesem Projekt bislang vor allem die Kostensteigerungen.“
Wenn nun von einem Baubeginn 2027 die Rede ist, sei Skepsis nachvollziehbar.
„Die Menschen haben in den vergangenen Jahren viele Ankündigungen gehört. Ich bin gespannt, ob dieser Termin diesmal tatsächlich hält oder ob in ein paar Jahren erneut ein neuer Zeitplan präsentiert wird“,
schließt Spenger:
„Die Menschen in der Region erwarten sich zurecht eine moderne und funktionierende Gesundheitsversorgung – und keine leeren Versprechungen der schwarz-blauen Landeskoalition!“
Teile diesen Beitrag!
Weitere Beiträge
Pfister zu LGA: „Das schwarz-blaue Verwaltungsmonster in NÖ versagt“
NÖ Landesgesundheitsagentur schafft als aufgeblähter Verwaltungsapparat mehr Probleme als er löst „Die jüngste Erweiterung des LGA-Vorstands zeigt deutlich, dass die Landesgesundheitsagentur mehr Probleme verursacht, als sie löst. Anstatt die dringend notwendigen Reformen im Gesundheitssystem
Pfister: „Was wusste Mikl-Leitner vom Vamed-Verkauf?“
VPNÖ-naher Manager bekommt Spitzenjob bei französischen Privat-Investoren; SPÖ verlangt Stellungnahme der Landeshauptfrau Der Vamed-Verkauf wird immer brisanter. Wie hinlänglich bekannt, werden nach dem ÖBAG-Ausstieg aus der Vamed AG mehrere Reha-Zentren an den französischen Hedgefonds
SPÖ NÖ bringt Anfrage zum Vamed-Verkauf ein
Profitgier und Gewinnmaximierung haben im Gesundheits- und Pflegebereich nichts verloren SPÖ-LAbg. Rene Pfister zur Landtagsanfrage an ÖVP-Landesrat für Finanzen und Landeskliniken Ludwig Schleritzko, nachdem bekannt geworden ist, dass nach dem ÖBAG-Ausstieg aus der Vamed




