Gesundheit und Pflege

17.05.2024

Hergovich/Scheele: „In der Pflege sind Änderungen dringend notwendig!“

SPÖ NÖ fordert ein angemessenes Entgelt während der Ausbildung, eine sofortige Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Anstellung pflegender Angehöriger

Groß waren die Reform-Bekundungen aller politischen Parteien am vergangenen 12. Mai, dem Tag der Pflege.

„Damit dies nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, müssen die verantwortlichen Politiker in Bund und Land endlich ins Handeln kommen! Genug der blumigen Worte!“,

fordert SPÖ-Landesparteivorsitzender Kontroll-Landesrat Sven Hergovich Taten:

„Denn es ist uns weiter ein Rätsel, warum man sich in Niederösterreich weiter gegen den SPÖ-Vorschlag einer Anstellung pflegender Angehöriger oder gegen ein Gehalt während der Ausbildung nach Vorbild von Polizeischülern wehrt. All diese Maßnahmen, wären rasch umzusetzen, benötigen wenig bis gar keine Vorlaufzeit und würden sofort helfen, etwas Druck aus dem Pflegebereich zu nehmen. Fakt ist: Wir können nicht länger zuschauen!“

SPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Mag. Karin Scheele schlägt in dieselbe Kerbe:

„Bessere Arbeitsbedingungen, sprich mehr Gehalt und planbare Freizeit, sind ein absolutes Muss, um das Personalproblem endlich in den Griff zu bekommen. Daneben braucht es einen wissenschaftlich basierten Pflegeschlüssel, um dem Bedarf an Pflegeplätzen in unserem Bundesland gerecht zu werden. Die Angestellten im Pflegebereich arbeiten seit Jahren unter größtem, persönlichem Einsatz am Limit, um das System am Laufen zu halten.“

Es passt ins Bild, dass bspw. 2021 ein Neubau des Pflege- und Betreuungszentrums in Hollabrunn um 29,5 Millionen Euro beschlossen wurde, der bis heute noch nicht realisiert wurde. Viel schlimmer noch, es wurde sogar ein Wohntrakt geschlossen und nicht wieder aufgesperrt – die Patientinnen und Patienten wurden entweder in das Pflegeheim Korneuburg oder in den stationären Teil übersiedelt. Und all das unter dem Gesichtspunkt, dass Berichten zufolge rund 1.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher aktuell auf einen Pflegeheimplatz warten.

„Das ist ein Armutszeugnis für die schwarz-blaue Landeskoalition!“,

so Hergovich und Scheele abschließend:

„Für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen ist diese Situation unzumutbar! Es ist ein Gebot der Stunde, die Probleme im gesamten Gesundheitsbereich inkl. der Pflege anzugehen und endlich Lösungen bzw. wenigstens Lösungsvorschläge zu präsentieren!“

Teile diesen Beitrag!

Weitere Beiträge

  • LAbg. Rene Pfister vro Landhaus

Pfister zu Pflegebonus in NÖ: „Offenbar fällt es Schwarz-Blau schwer, gute Ideen anzuerkennen, wenn sie von der SPÖ kommen“

03.06.2026|Anträge, Arbeit und Wirtschaft, Gesundheit und Pflege, René Pfister, Sicherheit in allen Lebensbereichen|

SPÖ-Antrag zum Pflegebonus findet nun beinahe wortgleich Eingang bei ÖVP und FPÖ „Wir freuen uns, dass sich die schwarz-blaue Landeskoalition nun endlich bewegt und unsere Forderung zur Absicherung des Pflegebonus übernimmt. Offenbar fällt es

  • LAbg. Vizebürgermeister Dr. Rainer Spenger frei

Spenger: „Das Klinikprojekt Wiener Neustadt steht sinnbildlich für ein schwarz-blaues Systemversagen“

03.06.2026|Arbeit und Wirtschaft, Gesundheit und Pflege, Rainer Spenger, Sicherheit in allen Lebensbereichen|

Kostenexplosion, Verzögerungen und chaotische Strukturen gefährden moderne Gesundheitsversorgung in Niederösterreich „Der Rechnungshofbericht bestätigt schwarz auf weiß massive Mängel beim Neubau des Universitätsklinikums Wiener Neustadt – von fehlender Planung bis hin zu unklaren Zuständigkeiten“, kritisiert

  • LAbg. Karin Scheele vor dem Landhaus St. Pölten

Scheele: „Bei der notärztlichen Versorgung darf es keine Einschnitte geben!“

28.05.2026|Anträge, Gesundheit und Pflege, Karin Scheele, Landtag|

SPÖ-Antrag zur Absicherung bestehender Notarztstrukturen von Schwarz-Blau abgelehnt „Wer an der notärztlichen Versorgung rüttelt, gefährdet das Vertrauen der Menschen in ein funktionierendes Gesundheitssystem“, betont SPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Mag. Karin Scheele nach dem schwarz-blauen Nein zum