22.10.2026
Pfister zu Ardo: „Ein internationaler Konzern darf nicht einfach zusperren und die Menschen im Regen stehen lassen!“
SPÖ NÖ fordert weitere Anstrengungen zum Erhalt der heimischen Tiefkühlgemüseproduktion sowie einen fairen Sozialplan und eine Arbeitsstiftung für die Beschäftigten
„Wenn ein internationaler Konzern ein Werk schließen will, obwohl es interessierte Investoren und Unterstützungsangebote gibt, dann ist das verantwortungslos gegenüber den Beschäftigten und einer ganzen Region“,
kritisiert SPÖ-Arbeitnehmersprecher LAbg. Rene Pfister im Rahmen der gemeinsamen Aktuellen Stunde von SPÖ, ÖVP und FPÖ zur Zukunft des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf. Rund 190 Beschäftigte und 50 Leiharbeitskräfte sind betroffen, dazu kommen rund 500 bäuerliche Betriebe im Marchfeld. Besonders alarmierend sei, dass erste Landwirtschaftsbetriebe bereits die Aussaat von Winterspinat gestoppt haben. Ende Dezember soll die Gemüseproduktion eingestellt werden, im August 2027 das gesamte Werk schließen, führt Pfister aus:
„Hier wird eine über Jahrzehnte aufgebaute regionale Wertschöpfungskette aufs Spiel gesetzt. Es kann doch nicht sein, dass wir im Marchfeld bestes Gemüse anbauen, es aber künftig aus dem Ausland importieren müssen, weil uns die Verarbeitung fehlt!“
Der SPÖ-Arbeitnehmersprecher unterstützt ausdrücklich den Kampf des Betriebsrats und der Gewerkschaft PRO-GE um die Arbeitsplätze und fordert einen deutlich besseren Sozialplan:
„Wer Menschen nach jahrzehntelanger Arbeit vor die Tür setzt, darf sich nicht mit Almosen aus der Verantwortung stehlen. Die Beschäftigten brauchen einen fairen Sozialplan und eine Arbeitsstiftung, die ihnen echte Zukunftsperspektiven eröffnet.“
Auch FPÖ-Landesrätin Susanne Rosenkranz müsse endlich gemeinsam mit dem AMS und den Sozialpartnern konkrete Lösungen vorlegen. Abschließend betont Pfister:
„Dass sich alle drei Landtagsfraktionen mit der Zukunft von Ardo beschäftigen, ist richtig. Aber ein politischer Schulterschluss alleine rettet noch keinen Arbeitsplatz. Jetzt müssen rasch Lösungen mit den interessierten Investoren gefunden werden. Der Kampf um die Arbeitsplätze und unser heimisches Gemüse darf noch nicht verloren sein!“
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