02.07.2026
Suchan-Mayr: „Ohne Gratiskindergarten in NÖ gibt es keine Wahlfreiheit für Eltern“
SPÖ NO fordert eine kostenlose, ganztägige Kinderbetreuung inklusive Mittagessen und Rechtsanspruch ab dem zweiten Geburtstag; Antrag von ÖVP und FPÖ abgelehnt
Die SPÖ NÖ fordert im NÖ Landtag zum wiederholten Mal einen Gratiskindergarten in Niederösterreich. Im Mittelpunkt steht dabei die vollständige Kostenfreiheit der ganztägigen Kinderbetreuung, inklusive Nachmittagsbetreuung und Mittagessen.
„Man kann noch so viel ausbauen: Solange der Kindergarten nicht wirklich gratis ist, gibt es keine echte Wahlfreiheit für Eltern. Viele Familien stehen weiterhin vor der Entscheidung, entweder mehrere hundert Euro im Monat für die Betreuung zu zahlen oder beruflich zurückzustecken“,
betont SPÖ-Familiensprecherin LAbg. Mag. Kerstin Suchan-Mayr. Gerade die Nachmittagsbetreuung ist für viele Familien eine spürbare finanzielle Belastung. Durchschnittlich fallen für eine VIF-gerechte Nachmittagsbetreuung rund 217 Euro pro Monat an, erklärt Suchan-Mayr:
„Das trifft besonders Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Wer Vereinbarkeit von Beruf und Familie ernst nimmt, muss dafür sorgen, dass Kinderbetreuung nicht am Geldbörsel der Eltern scheitert.“
Im Mittelpunkt der SPÖ-Forderungen stehen eine kostenfreie Nachmittagsbetreuung samt kostenlosem Mittagessen, die Aufhebung der Trennung zwischen Bildungs- und Betreuungszeit sowie ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem zweiten Geburtstag. Gleichzeitig müsse das Land Niederösterreich die Gemeinden finanziell so ausstatten, dass ein flächendeckendes, ganztägiges und kostenloses Angebot auch tatsächlich umgesetzt werden kann.
„Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung unserer Kinder – und Bildung darf keine Frage des Einkommens sein. Ein echter Gratiskindergarten entlastet Familien, stärkt Kinder von Beginn an und gibt Eltern, vor allem Müttern, die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie sie Familie und Beruf leben wollen“,
so Suchan-Mayr abschließend. Der Antrag wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt.
Teile diesen Beitrag!
Weitere Beiträge
Schmidt: „NÖ Schulstartgeld muss ab dem kommenden Jahr massiv erhöht, automatisch ausgezahlt und indexiert werden!“
Schulsachen sind im Preisvergleich um rund 10 % teurer geworden; SPÖ NÖ forderte im Juli-Landtag 150 Euro Schulstartgeld als fixen, jährlich indexierten Zuschuss zu Schulbeginn Der Preismonitor der Arbeiterkammer zeigt in puncto Schulsachen
Schmidt/Weninger: „Pensionsunterschied zwischen Frauen und Männer ist beschämend!“
Österreichweit bekommen Frauen um 40 Prozent weniger Pension als Männer, in Niederösterreich sind es sogar über 41 Prozent; NÖ-Maßnahmen, um gegenzusteuern? Fehlanzeige! Laut aktuellen Zahlen verändert sich die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern
Schmidt: „Englisch kann in der Schule nicht früh genug gefördert werden!“
Langjährige Forderung der SPÖ wird umgesetzt; skurril: Im Unterricht soll Mehrsprachigkeit gefördert werden, in den Pausen wollen ÖVP und FPÖ Schüler*innen zur deutschen Sprache zwingen Die Novellierung des NÖ Pflichtschulgesetzes stand auf der Tagesordnung



